Du willst effizienter, bequemer und gesünder Radfahren? Dann lohnt sich ein genauer Blick auf deinen Körper – und zwar mithilfe von Bodyscanning. Diese moderne Technologie ermöglicht eine präzise Vermessung deines Körpers, speziell abgestimmt auf die Anforderungen im Radsport. In diesem Artikel erfährst du, wie Bodyscanning funktioniert, was dabei vermessen wird und warum es der Schlüssel zu deinem perfekt abgestimmten Bike ist.
Was ist Bodyscanning?
Das Body Scanning CRM Bike ist ein berührungsloses Vermessungssystem, mit dem du dich im Shop vermessen lassen kannst, um deine optimale ergonomische Sitzposition auf dem Fahrrad zu finden und die perfekten Rahmen-Geometrien für dein Bike zu bekommen. Die ergonomische Einstellung beruht auf der richtigen Analyse deiner biometrischen Daten und dem gewünschten Einsatzzweck.
Vorteile
Die Ergonomie eines jeden Radfahrers ist unterschiedlich. Ob Cityfahrer, Mountainbiker oder Rennradfahrer, eine optimal auf den Körper abgestimmte Fahrradeinstellung verbessert die Kraftübertragung und vermindert gesundheitliche Risiken.
Was wird vermessen?
Innerhalb kürzester Zeit werden drei Parameter bei uns im Shop vermessen:
- Körpermaße
- Hand
- Sitzbeinhöcker
Nimm dir dafür am besten 5 bis 10 Minuten Zeit, um in Ruhe und gemütlich die Vermessung mit einem unser Mitarbeiter durchzuführen.
Wie funktioniert die Vermessung?
Für die Vermessung der Körpermaße ist es notwendig, eine enge, hüftlange Weste anzuziehen, damit das System deine Körperkonturen gut erkennen kann. Danach stellst du dich aufrecht, mit geradem Blick nach vorn, vor einen Bildschirm. Der zuständige Mitarbeiter weist dich ein und erklärt dir alle Schritte genau. Die Vermessung selber dauert nur wenige Sekunden. In dieser Zeit ist es wichtig, sich nicht zu bewegen.
Danach erfolgt die Vermessung der Hand. Dabei legst du deine Hand auf eine Vorlage, um die Handgröße zu ermitteln.
Zum Schluss setzt du dich auf einen Hocker. Der Hocker ist mit Sensoren ausgestattet, welche die genaue Position deiner Sitzbeinhöcker ermittelt. Danach ist die Vermessung abgeschlossen.
In weiterer Folge werden noch kurz zusätzliche Daten wie zB. das Gewicht, die Schuhgröße etc. und Informationen zum gewünschten Fahrrad- bzw. E-Bike-Kauf sowie zur Fahrintensität und -häufigkeit eingeholt und abgefragt.


Glossar: Begriffserklärung wichtiger Parameter
Sattelversatz
Der Sattelversatz (Sattelposition) ist entscheidend für das gute Gefühl beim Treten und die Kraftübertragung. Er wird gemessen von der Lotrechten durch die Tretlagerachse bis zur Sattelnase. Durch den Sattelversatz wird der Winkel zwischen der auf die Tretkurbel einwirkenden Kraft und dem Tretkurbelarm bestimmt. Dieser Winkel muss für die gesamte Kurbelumdrehung (360 Grad) optimiert werden. Der Sattelversatz wird mit der Einstelllehre (Bike Adjustment Device) gemessen.
Lenkerniveau
Das Lenkerniveau wird in Relation zum Sattel ausgedrückt. Hier besteht ein großes Toleranzfeld, da nur drei prinzipielle Rückenpositionen (komfortabel, moderat, sportlich) erfragt werden. In der Realität gibt es aber noch viele Positionen dazwischen. Die drei Sitzpositionen werden immer auf die ausgewählte Fahrradkategorie bezogen. Das Lenkerniveau wird mit der Einstelllehre (Bike Adjustment Device) gemessen.
Rahmenhöhe
Die Rahmenhöhe ist ein untergeordneter Punkt. In erster Linie sind die drei Kontaktstellen, wo du dein Fahrrad berührst, von Interesse und für das ergonomische Wohlbefinden von großer Bedeutung. Die Rahmenhöhe (meistens gemessen von Innenlagermitte bis Mitte Oberrohr) war zu der Zeit ein Indikator für die Rahmengröße, als es noch Diamantrahmen mit waagerechtem Oberrohr gab. In den Zeiten von abfallendem Oberrohr und gefederten Sattelstützen ist eher die Oberrohrlänge und der Abstand Sattel-Lenker entscheidend.

LESETIPP: Der passende Fahrradrahmen
In diesem Artikel erfährst du, worauf du bei der Auswahl achten solltest und wie du den passenden Fahrradrahmen für dein Traum-Bike findest.
Kurbellänge
Eine längere Kurbel bedeutet prinzipiell mehr Drehmoment, was auf die Innenlagerachse übertragen werden kann. Der Sprung von 175 mm auf 177,5 mm bedeutet eine Steigerung des Drehmoments von ca. 1,5 %. Jetzt könnte man meinen, je länger die Kurbel ist, umso besser ist der Wirkungsgrad des Fahrers. Prinzipiell ist das auch so. Jedoch dürfen die motorischen Fähigkeiten des Radfahrers und dessen Beinlänge nicht außer Acht gelassen werden. Beim Mountainbike kommt noch die Bodenfreiheit hinzu. Deshalb werden auch in dieser Kategorie nur Kurbellängen von max. 175 mm angeboten. Die Standard-Kurbellänge bei Trekking- und City Bikes beträgt 170 mm, weil hierbei der Wirkungsgrad gegenüber dem Komfort in den Hintergrund tritt. Beim Rennradfahrer mit leistungsorientierten Ambitionen gelten spezielle Zuordnungen.
LESETIPP: Die richtige Sitzergonomie
Erfahre, wie du Sitzhöhe und -position sowie Lenkerhöhe und -position einstellen kannst.

Häufig gestellte Fragen zum Bodyscanning
Das Vermessen mit dem Bodyscanning dauert nur wenige Sekunden, ist allerdings enorm hilfreich bei der Einstellung deines Rades oder E-Bikes. Am besten du nimmst dir 5-10 Minuten Zeit dafür.
Die Daten werden vertraulich behandelt und lediglich in der Werkstatt zum richtigen Einstellen deines Fahrrades oder E-Bikes verwendet. Gleichzeitig wird die Auswertung per Mail an dich geschickt und dienen zu deiner Information.
